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Hunde- und Katzenkrankheiten

 

 

Hundekrankheiten:

Leishmaniose:

Leishmaniose ist die gefürchtete Mittelmeererkrankung bei Hunden aus dem Ausland (Fälle in Deutschland sind mittlerweile bekannt). Übertragen wird diese Erkrankung durch die Sandmücke (Schmetterlingsmücke). Leishmaniose entsteht durch die Infektion mit Leishmanien (Blutparasiten). An Leishmaniose können auch Menschen und andere Tiere erkranken, allerdings nicht von Hund auf Mensch, Wirt ist hier die Sandmücke!
Die Erkrankung ist erst nach vielen Mona...ten zu erkennen. Selbst wenn ein Tier im Ausland getestet ist und negativ ist, kann es einige Monate später doch positiv getestet werden (6 Monate bis mehrere Jahre!). Zur Sicherheit kann der Hund 6 Monate nach Ankunft nochmals getestet werden.
Auch die Leishmaniose ist oft nicht gleich erkennbar. Es kann zu Fieber kommen, Apathie, Abmagerung, Durchfall. Hier ist auffällig, dass diese Symptome oft in Schüben auftreten.
Erst im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung äußern sich Symptome wie geschwollene Lymphknoten, schmerzempfindlicher Bauch, fettige, weiße Schuppen, Haarausfall (juckt nicht), Haarausfall am Nasenrücken, um die Augen und an den Ohrenspitzen sind typische Symptome. Auch übermäßiger Krallenwuchs, Nasenbluten, Blut im Kot kann einhergehen.
Der Hund kann auch ohne Symptome bereits infiziert sein!Daher ist ein Antikörper Test notwendig und ein direkter Erregernachweis.
Leishmaniose ist nicht heilbar. Es können die Symptome behandelt werden, der Hund kann auch eine Zeit lang wieder symptomlos sein. Aber die Leishmaniose kann wieder ausbrechen. Eine lebenslange Therapie ist notwendig.

Babesiose:

Ehrlichiose:

Ehrlichiose ist eine bakteriell Infektionskrankheit beim Hund. Oft wird es zu den Mittelmeererkrankungen gezählt. Übertragen wird die Ehrlichiose durch den Biss einer infizierten Zecke. Angeblich soll diese Zeckenart auch schon in Deutschland gesichtet worden sein. Bei Reisen ist daher ein guter Schutz vor Zecken zu empfehlen. Träger ist hier die Zecke. Ehrlichiose kann nicht von Hund zu Hund oder auf den Menschen übertragen werden.
Ehrlichiose wird in 3 Stadien unterteilt: Die akute Phase, die beschwerdefreie Phase und die chronische Phase.
In der akuten Phase ist der Hund oft Matt, hat Fieber, die Lymphknoten schwellen an, Milzvergrößerung, die Thrombozytenzahl sinkt im Blut. Hier kommt es zu den typischen Petechien (Einblutungen). Diese können wie Blutergüsse aussehen oder auch punkteartig. Dies kann bis zu 4 Wochen andauern. Danach beginnt eine beschwerdefreie Phase. Obwohl der Hund an Ehrlichiose erkrankt ist, hat er keinerlei Symptome.
In der chronischen Phase treten starke Blutbildveränderungen auf, es kann zu Erblindung kommen, Blutungen, Nierenproblemen, Gelenkproblemen, Hirnhautentzündung, Lähmungen Verwirrtheit. In dieser Krankheitsphase sterben viele Hunde.
Wird Ehrlichiose früh erkannt, kann diese durch eine hochdosierte Antibiotika-Therapie behandelt werden. Danach kann der Hund sehr alt werden und die Krankheit muss nicht wieder ausbrechen. Der Hund ist nicht ansteckend. Geraten wird aber zu einer jährlichen Kontrolle mittels PCR-Testung.

Andere Hunderkrankungen:

Tollwut:

Tollwut wird auch Rabies oder Lyssa genannt. Der Tollwutvirus ist sehr gefährlich und auf den Menschen übertragbar (Zoonose). Allerdings gibt es einen Impfstoff. Die Tollwutimpfung wird allen Freigängerkatzen und Hunden geraten. Besteht kein wirksamer Tollwutimpfstatus, kann das Tier bei reinem Verdacht auf Tollwut ohne Wartezeit eingeschläfert werden. Bei Tieren aus dem Ausland ist die ordentlich durchgeführte Tollwutimpfung ein MUSS! Sie wird zusammen mit den Chip dem Tier verabreicht.

Tollwut wird hauptsächlich von Wildtieren übertragen z.B. Füchsen. Hier kann sich der Hund oder die Katze durch Bisse, Speichel, Urin oder Kot anstecken. Der Virus greift das zentrale Nervensystem an. Je nach Entfernung des Bisses zum Kopf des Tieres, kann es erst nach vielen Tagen zu Anzeichen kommen.

Tollwut kann man in 3 Stadien einteilen, die sich aber überschneiden können oder teilweise nicht wirklich erkennbar sind:

1. Phase: schüchternes Tier wird plötzlich zutraulich, Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss.

2. Phase: Hier treten Anzeichen der „Wut“ auf. Das Tier kann beißen, schnappen.

3. Phase Lähmungserscheinungen treten auf, Lichtempfindlichkeit und Tod.

Es gibt auch eine „Pseudowut“ die wesentlich schneller Symptome zeigt. Hierzu gibt es eine extra Erklärung.

Die Tollwut ist meldepflichtig und immer tödlich!

Borreliose:

Pseudowut:

Die Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) beim Hund wird durch Schweinefleisch übertragen und zeigt sich durch Schädigung des Nervensystems und starken Juckreiz. Im Gegensatz zu der normalen Tollwut ist hier der Verlauf sehr schnell tödlich. Besonders gefährdet sind hier Jagdhunde, die Wildschweine jagen. Für die Schweine ist das Virus ungefährlich, ebenfalls für den Menschen. Für den Hund immer tödlich!Übertragung kann auch durch Bisse von Schweinen erfolgen sowie dem Schweinfleisch. Eine Impfung gibt es nicht.

Symptome können sein: Lähmungen, starke Unruhe, Apathie, Bellen, Jammern, Atemprobleme, Speichelfluss, die Tiere beißen und verstümmeln sich, extrem starker Juckreiz, Lähmungen, Krämpfe.

Dies führt immer zum Tod innerhalb weniger Stunden oder Tage.

Anaplasmose:

Botulismus:

Katzenkrankheiten:

FelV:

Das Feline Leukämie-Virus (Leukose) gehört zu den Infektionskrankheiten. Wie auch beim FIV wird die Erkrankung oft jahrelang nicht bemerkt. Die Katzen sind aber Träger der Krankheit. Leukose ist einer der häufigsten Todesursachen bei Katzen in Deutschland. FeLV gibt es weltweit und jede Katze kann es betreffen, egal ob alt oder jung. Leukose ist unheilbar und verläuft oft tödlich. Oft bricht die Erkrankung nach Stress, Krankheit oder Cortisongabe aus.
Leukose ist hochansteckend, oft infizieren sich die Kitten schon im Mutterleib oder gleich nach der Geburt. Der Virus ist überall, Näpfe, Speichel, Katzenklo. Eine Ansteckung ist überall möglich. Eine FeLV positive Katze kann aber auch sehr alt werden. Sollte aber nicht zusammen mit gesunden Katzen gehalten werden.
Im Ausland reisen die Katzen oft getestet auf FelV. Leider werden in Deutschland die Tiere nur selten darauf getestet und verbreiten so als Freigänger die Krankheit.
Für Menschen ist der Leukosevirus absolut ungefährlich!
Wie beim Katzenaids, schwächt der Virus die Abwehrkräfte. Die Symptome können daher breit gefächert sein: Zahnfleischentzündungen, Tumore, Abmagerung, Fieber, Apathie, Leberprobleme, Nieren- oder Darmprobleme. Die Katzen kränkeln vor sich hin, ständig neue Infektionserkrankungen können auftreten.
Der Virus ist an der Luft nicht sehr resistent und kann gut mit starkem Desinfektionsmittel bekämpft werden. Es sollte nach dem Ableben der FelV-Katze Spielzeug, Näpfe etc. entsorgt werden und zur Sicherheit ein paar Monate keine neue Katze ins Haus kommen.
Leukose ist schwer zu erkennen, oft leben die Katzen einige Jahre mit diesen Symptomen.
Es gibt eine FelV-Impfung, diese ist besonders für Freigänger sehr wichtig..

FIV:

Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids) Bei FIV wird das Immunsystem der Katze geschwächt. Man nennt es auch Katzenaids, da die Symptome dem menschlichen Aids ähnlich sind. Oft sind Katzen auch in Deutschland schon jahrelang infiziert mit dem FIV-Virus, ohne Symptome. Diese Katzen können bis ins hohe Alter gesund bleiben, eventuell nie daran erkranken. Bricht allerdin...gs die Krankheit aus, sterben die Katzen oft innerhalb eines Jahres. Die Übertragung erfolgt durch Bisse, die sexuelle Ansteckung wird nicht ausgeschlossen. Die Übertragung auf Menschen ist ausgeschlossen! Katzen sollten immer kastriert werden (so früh wie möglich), sie sind dann weniger aggressiv. Aber auch kastrierte Freigänger sind immer in Gefahr, denn auch sie Kämpfen um ihr Revier! FIV-Positive Katzen sollten auf keinen Fall in Freigang!

FIP:

FIP= Feline Infektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung) ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Corona-Virus verursacht wird. Der Coronavirus ALLEINE ist noch kein Todesurteil für die Katze. Leider tragen sehr viele Katzen (auch in Deutschland z.B. Bauernhofkatzen) den Virus in sich. Oft wird er schon direkt im Mutterleib übertragen. Dieser Virus wird erst zum FIP, wenn er mutiert! Ob er jemals mutiert oder wann, läss...t sich nie sagen. Bei vielen Katzen wird dieser Virus nicht mutieren. Auslöser ist natürlich der Stress oder andere Krankheiten, die die Katze schwächen.

Die Ansteckung ist leicht, die Katzen scheiden den Virus über Speichel oder Kot aus (diese Katzen müssen keine Symptome haben, sie sind aber bereits Träger des Virus). Ebenfalls können sich die Katzen anstecken durch Kontakt mit infizierten Katzen, Futterschalen, Spielsachen, Körbe (z.B. auch in Katzenpensionen). Bei vielen Katzen äußert sich die Infektion durch eine normale Erkältung. Danach sind sie wieder scheinbar gesund, aber weiterhin Träger. Mutiert der Virus wird die Erkältung immer schlimmer, die Katze magert stark ab und es führt zum Tod. Hier ist keine Behandlung mehr möglich, nur das Lindern der Symptome.
Gefährlich ist dieser Virus bei jungen Katzen, alten Katzen oder kranken Katzen mit schwachem Immunsystem.
Es gibt 2 Formen, die nasse und die trockene Form. Die nasse Form erkennt man oft sehr gut, hier gibt es eine Wasseransammlung im Bauchraum, Brusthöhle und das Tier bekommt Probleme bei der Atmung. .
Bei der trockenen Form ist es oft erst nach Tod des Tieres als FIP zu diagnostizieren. Die Symptome sind oft nicht erkennbar. Gewichtsverlust, Fieber, Niereninsuffizienz, Gelbsucht. Koordinationsprobleme und aggressives Verhalten können ebenfalls als Symptome auftreten.
Auch eine Mischform ist möglich oder im Verbindung mit dem FIV und FelV-Virus!
Die Testung von FIP ist nicht möglich. Es kann lediglich der Coronavirus nachgewiesen werden, der aber nicht sagt, das Tier muss an FIP erkranken!
100% Sicherheit gibt es erst nach dem Tod des Tieres und einer genauen Biopsie.
In Amerika gibt es eine Impfung, die aber sehr umstritten ist, was die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen betrifft.
FIP ist nicht heilbar.

Pseudowut:

Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) bei Katzen ist eine Virusinfektion von Tieren, übertragen von Schweinefleisch oder durch Bisse von Schweinen. Daher niemals Schweinefleisch an Katzen verfüttern!!

Hauptwirt ist hier das Schwein, auch andere Säugetiere können sich anstecken z.B. Hunde. Bei Schweinen zeigt dieses Virus oft nur Herpessymptome. Für Katzen und Hunde ist es jedoch tödlich.  Die Viren führen zu Entzündungen im Gehirn der Katze. Bis zum Ausbruch der Symptome vergeht viel weniger Zeit, wie z.B. bei der normalen „Tollwut“. Die Pseudowut kann nach nur 3-4 Tagen ausbrechen.

Die Symptome können sein: Apathie, extremer Juckreiz (vor allem am Kopf), häufiges Miauen, starker Speichelfluss, Schluckbeschwerden.  Manchmal zeigen sich auch Aggressivität oder Erbrechen. Am Ende leidet die Katze unter Krampfanfällen, beißt sich selbst, zieht sich zurück, Bewegungsstörungen, Kippt ständig um oder zeigt Lähmungen.

Hier versterben die Katzen innerhalb weniger Stunden.

Tollwut:

Tollwut wird auch Rabies oder Lyssa genannt. Der Tollwutvirus ist sehr gefährlich und auf den Menschen übertragbar (Zoonose). Allerdings gibt es einen Impfstoff. Die Tollwutimpfung wird allen Freigängerkatzen und Hunden geraten. Besteht kein wirksamer Tollwutimpfstatus, kann das Tier bei reinem Verdacht auf Tollwut ohne Wartezeit eingeschläfert werden. Bei Tieren aus dem Ausland ist die ordentlich durchgeführte Tollwutimpfung ein MUSS! Sie wird zusammen mit den Chip dem Tier verabreicht.

Tollwut wird hauptsächlich von Wildtieren übertragen z.B. Füchsen. Hier kann sich der Hund oder die Katze durch Bisse, Speichel, Urin oder Kot anstecken. Der Virus greift das zentrale Nervensystem an. Je nach Entfernung des Bisses zum Kopf des Tieres, kann es erst nach vielen Tagen zu Anzeichen kommen.

Tollwut kann man in 3 Stadien einteilen, die sich aber überschneiden können oder teilweise nicht wirklich erkennbar sind:

1. Phase: schüchternes Tier wird plötzlich zutraulich, Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss.

2. Phase: Hier treten Anzeichen der „Wut“ auf. Das Tier kann beißen, schnappen.

3. Phase Lähmungserscheinungen treten auf, Lichtempfindlichkeit und Tod.

Es gibt auch eine „Pseudowut“ die wesentlich schneller Symptome zeigt. Hierzu gibt es eine extra Erklärung.

Die Tollwut ist meldepflichtig und immer tödlich!

Bartonellen:

wichtige Pilze und Parasiten/Einzeller:

Kokzidien:

Giardien: